Vom Korn zum Mehl

Das Mahlen von Mehl

ist eine Kunst, die viel Erfahrung und Sorgfalt erfordert. Langjährige Tradition und hohe Qualitätsansprüche sorgen dafür, dass in unserem Mehl die ganze Kraft der Natur erhalten bleibt.

Knapp 25 Millionen

Tonnen Weizen bringt ein gutes Erntejahr in Deutschland ein. Bei der Ernte im August ist trockenes Wetter ideal. Gute Bedingungen – auch zum Einlagern des Weizens – um ihn dann bis zum nächsten Jahr zu verbrauchen.

Schritt 1:

Qualitäts-Check bei der Getreideannahme

Bereits bei der Getreideannahme wird eine Stichprobe des Korns mit speziellen Analysegeräten genau unter die Lupe genommen. Nach streng vorgeschriebenen Untersuchungsmethoden wird z. B. geprüft, ob der angelieferte Rohstoff frei von Geruch und Schädlingen ist und optisch dem vereinbarten Qualitätsstandard entspricht. Gleichzeitig geht eine Probe in das hauseigene Labor: Hier werden die Körner gemahlen und die wichtigsten Qualitätsparameter, die Auskunft über die angelieferte Weizenqualität geben, ermittelt. Erfüllt das angelieferte Getreide alle Qualitätsansprüche, wird es vom LKW abgeladen. Denn nur bester Weizen darf zu unserem Mehl verarbeitet werden.

Schritt 2:

Die Reinigung

Hat das Getreide die erste Hürde geschafft, wird es mechanisch von Sand, Steinchen, Stroh oder Unkrautsamen vom Feld getrennt. Schmutz und Staub werden abgeputzt. Dabei helfen spezielle Geräte, wie z. B. ein Steinausleser, der kleine Steinchen und schwere Bestandteile aus dem Getreide aussortiert oder der Farbausleser, der Bestandteile mit auffälligen Farbabweichungen separiert. Denn gutes Mehl kann nur aus gesunden Rohstoffen hergestellt werden. Anschließend wird das Getreide aufwändig gereinigt und mit Wasser oder Wasserdampf benetzt,  um die an sich spröde Schale besser vom Getreideinneren, dem Mehlkern, zu trennen. Ist die richtige Feuchtigkeitsverteilung zwischen Schale und Mehlkern erreicht, kann der eigentliche Mahlvorgang beginnen.

Schritt 3:

Die Vermahlung

Das gereinigte Getreide wird nun in mehreren Schritten auf so genannten Walzenstühlen zerkleinert und in so genannten Plansichtern auf diversen Schüttelsieben ausgesiebt. Jeweils das feinste einer Siebung ist dann das Mehl. Das liegen gebliebene Schrot wird erneut vermahlen, bis das gesamte Mehl herausgelöst worden ist. Ingesamt weisen unsere Mühlen 52 verschiedene Zerkleinerungen und Siebungen auf. Das Ergebnis sind also 52 verschiedene Mehle.
Die Kunst des Müllers – oder des Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Futterindustrie, wie es heute richtig heißt – besteht nun darin, die richtige Mischung für die verschiedenen Mehltypen zu finden. Natürlich fallen beim Vermahlen nicht nur Mehl und Schrot an, sondern auch Grieß, Kleie, Keime und Dunst – ein doppelgriffiges Mehl, das u.a. für das Instant-Mehl verwendet wird.

Schritt 4:

Abschließende Qualitätssicherung

Jede ermüllerte Mehlcharge wird vor dem Verlassen des Hauses in unserem Backstudio probeweise verbacken. Täglich werden so die unterschiedlichsten Backwaren nach exakt vorgegebenen Standardtests von unseren Backprofis erstellt. Nur wenn das Mehl allen Anforderungen und Qualitätsstandards der AURORA Mühlen GmbH entspricht, wird es von der Qualitätssicherung freigegeben. Jetzt kann es verpackt und an Bäckereien oder Supermärkte ausgeliefert werden.